Capsule Wardrobe Sewpreme – Fazit April

Neuzugänge Versus Abschiede

Die Neuheiten sind meine erste schmale Hose, ein entspanntes langärmliges Jerseyoberteil und eine Bluse. 

Agnes Top und Burda Jeans
Bluse Elise

Ich bin wie geplant meine Sommergarderobe durchgegangen und habe sie im Schrank gegen die Winterkleidung getauscht. Dabei habe ich zum einen elf Teile gleich aussortiert und zum anderen genau geschaut welche Teile die langjährigen Favoriten sind.

Das eine mit großem Abstand am meisten getragene Stück ist ein kragenloser Jerseyblazer. Ich besitze ihn seit etwa vier Jahren und trage ihn Sommers wie Winters in verschiedensten Kombinationen. Er läßt jedes Outfit zugleich schick aussehen und gewährt dennoch bequemen Komfort. Obendrein kann ich ihn ganz einfach waschen anstatt in die Reinigung zu müssen. Allerdings beginnen die Ellenbogen speckig zu werden. Es ist wohl seine letzte Saison.

Das zweite ist ein weißes Kleid mit zartem Blumenmuster, vorne geknöpft, oben figurnah und mit weit schwingendem Rock.  Ich weiß noch, dass ich es mir während meiner Ausbildung gekauft habe, also fast 20 Jahre alt. Leider ist es nun endgültig zu klein und hat an einigen Stellen nicht mehr zu rettende Verfärbungen. Es gehört zu den Stücken, die endgültig gehen müssen.

Somit ist für mich klar was ich für den Sommer auf meine Zu-Nähen-Liste setze: Jerseyblazer und Kleider, mit der richtigen Mischung aus Eleganz und Lässigkeit.

Erkenntnisse des Monats

Diesen Monat war Fashion Revolution Week, in Erinnerung an das Unglück von Rana Plaza. Viele Menschen haben in den Sozialen Medien ihre Gedanken dazu geteilt. Mir wurde dadurch klar, dass für mein Konsumverhalten und auch meinen Umgang mit Textilien noch viel Luft nach oben ist.

Gerade in der deutschen Nähszene der sozialen Medien gibt es einige bedenkenswerte „Vorbilder“. Es gibt eine ganze Reihe sehr beliebter Nähaccounts auf facebook und instagram, die wöchentlich mehrere neu genähte Kleidungsstücke zeigen. Die Taktzahl scheint sich stetig zu erhöhen.

Klar nähen soll Spass machen und ich darf hier echt keinen Stein durchs Glashaus werfen. Auch ich nähe vorrangig aus Freude – und dennoch: Nähen nur noch um des Nähens Willen und um im Datennirvana des Netzes neue Bilder hochladen zu können, ist einfach keine vernünftige, nachhaltige Sache. Denn auch wenn wir sicher sein können wer unsere Kleidung produziert, so verbrauchen wir auch damit Ressourcen.

Hausaufgaben für Mai

Ich werde mich an ein Upcycling Projekt wagen. Bei all der Kleidung, die ich aussortiere, ist sicher was dabei was sich irgendwie einem neuen Zweck zufùhren lässt.

Ziemlich große Hausaufgabe ist meine Teilnahme am Me Made May. Dafür kann man sich alles mögliche vornehmen, was sich selbst ermutigt mehr selbst hergestellte Kleidung zu tragen. Ich werde immer mutiger eigene Kleidung im Alltag zu tragen. Jetzt will ich mir selbst beweisen wie wenig ich Kaufkleidung benötige und jeden Tag wenigstens ein selbstgenähtes Teil tragen. Mal schauen wie hoch meine Quote wird.

 

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