Capsule Wardrobe Sewpreme – September

Neuzugänge versus Abschiede

Ich als Sommerkind leide immer ein wenig wenn die Tage kühler werden. Es hilft alles nichts, wenn der gemeine Winter unaufhaltsam naht, steht der Saisonwechsel im Kleiderschrank an. Ich nutzte diese Gelegenheit, wenn ohnehin jedes Kleidungsstück durch meine Hände geht, alles kritisch auf Tagbarkeit zu prüfen und zu überlegen, ob ich dieses Teil wirklich noch gerne trage. 10 Teile, die ich diesen Sommer nicht ein einziges Mal getragen habe und 3, die einfach zu abgetragen sind, um noch einen Winter durchzuhalten mussten gehen.

Dabei fiel mir wieder auf, dass ich auch wenn ich recht viel besitze, definitiv keine ungetragenen Kleider im Schrank habe. Nach Schätzungen vn Greenpeace sollen ein achtel bis ein fünftel der weggeworfenen Kleidung, nicht ein einziges Mal getragen worden sein. Was für eine Verschwendung!

 

Juniper Cardigan

Hinzugekommen ist im September ein letztes Sommerkleid und eine Cardigan, die meinen Sommerkleidern noch eine kleine Verlängerung in den Herbst gewährt.

 

Erkenntnisse des Monats

Am 20.September war der globale Klimastreik, im Sinne von Parents for Future nahmen wir daran natürlich teil. Zentrales Thema der Forderungen ist die drastische Reduzierung des CO² Ausstosses, was mich zur Frage führte welchen Anteil eigentlich die Textilproduktion daran hat.

„Derzeit verursacht die Textilindustrie jährlich 1,2 Billionen Tonnen CO2 – und damit mehr als internationale Flüge und Kreuzfahrten zusammen…das sind 5% der globalen Emissionen… “ (Quelle)

Krass!

Der größte Teil entsteht dabei bei der Produktion der Kunstfasern und durch die langen Transportwege. Heisst für mich, dass selber nähen auch aus Umweltsicht besser ist als kaufen. Noch besser ist es dabei soweit wie möglich auf Kunstfasern zu verzichten und auf Stoffe die weit weg produziert werden. Am besten ist aber immer weniger Konsum. Mein persönliches Dilemma zwischen Hobby und Umweltbewusstsein, was ich wohl nie ganz auflösen können werde.

 

Hausaufgabe Oktober

Beim Umsortieren meiner Herbst- und Wintergarderobe fiel mir wieder auf wie dunkel und geradezu schwermütig diese Sachen aussehen. Was auch immer ich nähe, ich brauche Farbe in meinem Schrank. Dieses finstere entspricht mir einfach gar nicht mehr, ich glaube seit meinem Sohn hat sich meine Grundstimmung und damit auch mein Stilempfinden sehr verändert.

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