Capsule Wardrobe Sewpreme – Januar

Für den Anfang läuft es gar nicht schlecht!

Dennoch wird der Weg zur Capsule Wardrobe Sewpreme noch ein steiler Pfad werden. Immerhin habe ich den ersten Monat durchgehalten nichts zu kaufen. Ehrlicherweise fiel es mir manchmal nicht so leicht. Eine Freundin wollte mich in einem Shoppingcenter treffen und dort musste ich dann ein wenig auf sie warten. Umgeben von textilen Verführungen, musste ich mich durchaus streng selbst ermahnen, am besten gar nicht erst in den Laden hineinzugehen.

Neuzugänge versus Abschiede

Bei den neu genähten Teilen habe ich mir deutlich mehr Mühe gemacht als bei vielen bisherigen Werken. So habe ich beispielsweise französische Nähte und Kappnähte verwendet, mich mit dem Nähen eines Dachschlitz befasst und mir um persönliche Details Gedanken gemacht. Dieses bewusstere und sorgfältige Nähen führt automatisch zu einer höheren Wertschätzung gegenüber meiner Kleidung. Ich bin mir sicher diese Stücke auch tatsächlich und gerne zu tragen.

Gleich am Anfang des Monats habe ich aus meinen Büroklamotten einiges aussortiert. Dazu habe ich für den neu genähten blauen Rollkragenpulover einen alten ähnlichen entsorgt. Für die neue Viskosebluse musste ein Polyestertierchen aus dem Schrank ausziehen. Insgesamt haben zehn Teile den Schrank verlassen und drei sind neu hinzugekommen. Um mir die Bewegung im Schrank besser vor Augen zu führen, habe ich die Tüte mit den aussortierten Stücken noch neben dem Schrank stehen lassen. Ich denke das werde ich beibehalten, immer erst am Ende des Monats alles Aussortierte in einem Rutsch wegzuwerfen. Mich motiviert es zu sehen von welcher Menge ich den Abschied tatsächlich geschafft habe.

aussortierte Kleidung

Vor dem Gang zur Mülltonne habe ich mir die einzelnen Teile nocheinmal vorgenommen und brauchbare Knöpfe abgetrennt. Einige sind wirklich sehr schön und es wäre Verschwendung, sie nicht aufzubewahren. Bei neu genähten Stücken werde ich mal versuchen zuerst diese zu benutzen anstatt neue zu kaufen.

abgetrennte Knöpfe

Erkenntnisse des Monats

Es lohnt sich aufwändigere Verarbeitungstechniken zu lernen und anzuwenden.

Auch vermeintlich langweilige Basics lassen sich mit speziellen Details individuell gestalten.

Hausaufgaben für Februar

Auch wenn ich gedanklich meinen Schrank in Kapseln teile, so ist es doch nur ein einziges Möbelstück. Darin mischen sich derzeit verschiedene Kapseln und machen mich ganz wuschig. Der aktuelle Platzmangel lässt ein Umsortieren im Kapseln nicht zu. Also probiere ich es mal Stapelweise vorzugehen.

Im Februar möchte werde ich den Stapel „langärmlige Shirts und Pullis“ sowie den Stapel „Strick- und Sweatjacken“ entschlacken!

Wie laufen eure textilen Neujahrsvorsätze? Der Mensch vergisst und verdrängt ja schnell was er sich vorgenommen hat, wenn es nicht so schnell geht wie geplant. Gerne übernehmen ich die Rolle des Salzes in der Wunde und frage immer wieder in die illustre kleine Runde meiner Leser und natürlich auch mich selbst.

;-P

 

Leave a comment