Capsule Wardrobe Sewpreme – Februar Fazit

Ich bin standhaft geblieben und habe nichts gekauft. Dafür merke ich, wie ich langsam immer verführter bin Stoffe auf Vorrat zu kaufen. Bisher habe ich immer nur nach Bedarf gekauft aber je mehr ich ins Universum des Nähens und der zugehörigen Blogs und Shops eintauche, desto mehr wundervolle Schnitte und Stoffe liegen in virtuellen Einkaufskörben. Der Konsum lauert überall.

Obwohl das Entschlacken des Kleiderschrankes bei mir recht langsam vonstatten geht, so bin ich doch kontinuierlich dran. Immerhin meine Hausaufgabe, die Longshirts und Strickjacken zu durchkämmen, habe ich erledigt. Ich wundere mich immer mehr, wie leicht es Konmari-Fans fällt an einem Tag alles auf einmal zu durchkämmen und radikal zu entsorgen. Aber es ist ja kein Wettbewerb und gut Ding will eben Weile haben. (Warnung: Sie haben ihr Plattitüdenlimit erreicht)

 Neuzugänge versus Abschiede

Bei meiner Hausaufgabe fanden sich fünf Teile an, die sofort in den Müll wanderten. Eines davon hat schon seit Wochen einen Riss am Ärmel und ich habe es dennoch getragen. Das macht mir bewusst, dass es ein echtes Lieblingsstück ist und ich setze es auf die Liste „Teile zum Nachnähen“. Dazu gehört neben diesem Streifenshirt unbedingt auch ein schwarzer Jerseyrolli, den ich seit vielen Jahren jeden Winter rauf und runter trage. Er hat eine kleine Raffung am Vorderteil, die ich schlichtweg großartig finde. Das muss irgendwie nachzumachen sein bevor er auseinanderfällt.

Ein weiterer  Stapel der sich ergibt, ist der Reparaturstapel. Wenn ich schon dabei bin Ordnung im Schrank zu schaffen, ist auch das ein sinnvoller Betandteil dieses Vorhabens.

Dann habe ich noch einen dritten Stapel, bei dem ich echt unschlüssig bin, was ich damit mache. Das sind Kleidungsstücke, die eigentlich voll in Ordnung sind, die ich aber einfach nicht trage. Ein rosa Pulli aus Polyester, was ich auf der Haut nicht mag obwohl er super weich ist. Eine selbstgenähte Cardigan aus Doubleface Strickjaquard, deren Form zwar gerade von vielen getragen wird aber irgendwie nicht mein Stil ist. Eine Sweatjacke, deren Stoff ich im Schwangerschaftshormonrausch gekauft habe. Meerschweinchen mit Regenschirmen. Keine Ahnung was ich mir dabei gedacht habe. Soviel Zucker vertrage ich doch gar nicht.

Ich muss mich mal mit Second Hand Verkaufsplattformen befassen. Wer weiß ob sich dafür nicht Liebhaber finden.

Neu hinzugekommen sind ein Rock und eine Bluse. Eigentlich sollten es zwei Blusen werden aber die Bubikragenbluse ist einfach nicht mein Ding. Da ich von dem Stoff noch etwas übrig habe, wandert die Bluse wieder in meinen Stoffstapel und ich schaue mal ob ich da noch etwas anderes draus machen kann.

Insgesamt sind also acht Teile rausgeflogen und zwei Teile sind hinzugekommen. Das Verhältnis stimmt!

Manschetten

Erkenntnisse des Monats

Fehlprojekte sind nicht zu 100% zu vermeiden aber damit es weniger werden braucht man einen Plan.

Um zu einem Plan zu kommen, habe ich mich mit dem Thema Farbe beschäftigt. Es lohnt sich, auch wenn man glaubt zu wissen was einem steht, sich immer mal bewusst damit auseinander zu setzen. Es kommen immer neue Erkenntnisse dazu, die auf dem Weg zur Capsule Wardrobe Sewpreme nützlich sind.

Hausaufgaben für März

Ich will mich dem strategischen Nähen weiter anähern und mich dazu als nächstes mit Linienführung und Schnitten befassen.

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